Mahngebühren: Erlaubte Höhe und weitere Fakten

Rechnungen können für den, der sie erhält, eine leidige Angelegenheit sein. Doch sie – und ihre Begleichung – sind notwendig, um ein System, das auf Leistung und der entsprechenden Entlohnung beruht, in vielerlei Hinsicht aufrecht zu erhalten. Nichtsdestotrotz kann es passieren, dass die Begleichung einer Rechnung vergessen wird oder man den entsprechenden Rechnungsbetrag irrtümlich für bereits beglichen hält.

Im Falle einer Nicht-Begleichung erhält man in der Regel zunächst eine Zahlungserinnerung. Für den Fall, dass dann immer noch nicht gezahlt wurde, wird infolgedessen eine Mahnung gesendet, die nicht nur den Rechnungsbetrag, sondern auch eine Mahngebühr umfasst, die man dann zusätzlich zahlen muss.

Mahngebühren: Muss man sie bezahlen?

mahngebuehrenÜberhaupt eine Mahnung zu schreiben und Mahngebühren zu erheben, ist laut BGB nur dann erlaubt, wenn der Schuldner (Rechnungsempfänger) in Verzug geraten ist. Dieser Verzug tritt dann ein, wenn die auf der Rechnung angegebene Frist überschritten worden ist, automatisch aber spätestens nach 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung. Die Höhe der Mahngebühren ist dabei nicht immer für den Schuldner einsehbar.

Sollte die genannte Summe der Mahngebühr zu hoch erscheinen oder nicht einsehbar sein, was genau sie umfasst, sollte der Rechnungssteller kontaktiert werden. In der Mahngebühr darf man Zinsen in Höhe von aktuell 0,12%, Portokosten und etwaige Kosten für Anwälte oder Inkassobüros buchen.

Bezahlen muss man diese Mahngebühren nur, wenn man tatsächlich in Verzug geraten ist und der Gläubiger (Rechnungssteller) die Kosten detailliert und schlüssig offenlegen kann.

Wann muss die Mahngebühr nicht gezahlt werden?

Mahngebühren dürfen Rechnungssteller nicht in beliebiger Höhe buchen. So gilt zum Beispiel für ein zweites Mahnschreiben, dass nur die Kosten für Porto und Papier berechnet werden dürfen. Der Pauschalpreis und damit auch die Höchstgrenze liegen dabei bei 2,50 €. Bearbeitungspauschalen dürfen in einem solchen Schreiben nicht berechnet werden.

Hat der Gläubiger ein Inkassobüro eingeschaltet, so dürfen die Sätze, die dieses zusätzlich berechnet, nicht über denen liegen, die ein Rechtsanwalt berechnen würde.

Für den Fall, dass höhere Mahngebühren als erlaubt berechnet worden sind oder die Höhe der Gebühren und deren Zusammensetzung dem Schuldner im Anschreiben nicht einsichtig gemacht werden, kann eine Offenlegung schriftlich beantragt werden. Zudem kann ein schriftlicher Widerspruch gegen die Höhe der Gebühren eingereicht werden, um schließlich nur die rechtlich fundierten Gebühren zahlen zu müssen.

Außerdem wird eine Mahnung gegenstandslos, wenn die Rechnung innerhalb der Zahlungsfrist und im Zeitraum zwischen Erstellen und Eintreffen der Mahnung beglichen worden ist.

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